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Pfarrservice.dsp.at
Okt
31
17:00, Samstag, 31. Oktober 2020
,
Nov
7
9:00, Samstag, 07. November 2020
St. Pölten, Bildungshaus St. Hippolyt
Dez
8
Dienstag, 08. Dezember 2020
,
 
 

Begräbnisleiterausbildung

Ausbildungskurs

Anforderungsprofil

Leitfaden

Motive & Praxis

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für Begräbnisleitung
durch kirchlich beauftragte
Frauen und Männer

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Frauen und Männer
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Frauen und Männer
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Frauen und Männer
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Ausbildungskurs für Begräbnisleitung

durch kirchlich beauftragte Frauen und Männer

Der Dienst an verstorbenen und trauernden Menschen und die Pflege einer würdevollen und vom christlichen Glauben geprägten Bestattungskultur gehört zu den zentralen Aufgaben der Kirche. Um diese Aufgabe und den Beistand der Kirche langfristig sicherzustellen und damit die Priester zu entlasten, wird eine Ausbildung für Begräbnisleitung durch kirchlich beauftragte Frauen und Männer in der Diözese St. Pölten konzipiert und umgesetzt.

Voraussetzungen für die Aufnahme in den Ausbildungskurs

  • persönliche Begründung, warum man diesen Dienst übernehmen möchte
  • Anforderungsprofil an Begräbnisleitung (siehe Vorgaben der Diözese)
  • Antrag durch Pfarrer/Pfarrteam und den PGR (stv. Vorsitzenden) = Anmeldeformular
  • Teilnahme an allen Kurseinheiten
  • Bereitschaft zur verpflichtenden Teilnahme an der jährlichen Weiterbildung


Die Auswahl erfolgt in der Pfarre anhand eines Leitfadens und Anforderungsprofils der Diözese.
Die Pfarre schickt den Antrag an die Ausbildungsleitung (Referent für Liturgie).
Die Lehrgangsleitung entscheidet über die Aufnahme bzw. Absage.


Die Ausbildung beginnt mit einem Einführungs- / Entscheidungstag am 27. Juni 2020 in St. Pölten
(9 bis 17 Uhr, Bildungshaus St. Hippolyt).
Fünf Ausbildungsmodule und ein Praxisteil finden von September 2020 bis Juni 2021 statt.


Die Beauftragung durch den Bischof findet am Ende der Ausbildung statt (19. Juni 2021). Danach
werden die Personen in ihrer Pfarre beim Sonntagsgottesdienst mit dem neuen Dienst betraut.

Ausbildungsmodule:
0. Einführungsmodul (Meine Motivation – Mein Auferstehungsglaube – Meine Fragen): 27. Juni 2020
1. Beerdigungskultur; Zugänge zu Tod und Trauer (Theologie, Psychologie, gesellschaftlich): 4./5. September 2020
2. Liturgie und Seelsorge (Trauergespräche führen, besondere Situationen, Trauerrede): 9./10. Oktober 2020
3. Bestattungsinstitut und Krematorium (Exkursion, praktische und rechtliche Fragen): nach Vereinbarung im November 2020
4. Liturgische und praktische Zugänge (Erdbestattung, Verabschiedung, Urnenbestattung): 22./23. Jänner 2021
5. Praktischer Teil (Hospitieren bei Beerdigung): nach Vereinbarung 2021
6. Abschluss (Reflexion, praktische Fragen) und Beauftragung (durch den Bischof): 18./19. Juni 2021
7. [Beauftragung in der eigenen Pfarre]


Ausbildungsleitung:
Ausbildungsteam unter der Leitung von MMag. Georg Wais (Referent für Liturgie)
Telefon: 02742/324 - 3337 Email: liturgie@kirche.at
Pastorale Dienste der Diözese St. Pölten, Klostergasse 15, 3100 St. Pölten
• Infos: www.pastoraledienste.at

 

 
Anmeldeschluss: 22. Juni 2020

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Anforderungsprofil

für kirchlich bestellte Frauen und Männer in der Begräbnisleitung
  •  Gefestigte & stabile Persönlichkeit (z.B. belastungsfähig, keine aktuelle persönliche Krise …)
  •  „Standing“ in der Gemeinde: Ansehen, Akzeptanz, Bekanntheit in der Pfarrgemeinde („Soziale Persönlichkeit“)
  •  Erfahrungen im Bereich der Liturgie (z.B. Lektor, Kommunionspender, Mitglied des Liturgieausschusses, Wort Gottes Feier Leiter, Vorbeter, …)
  • Erfahrungen & persönlicher Zugang zu menschlicher Trauer, Trauerarbeit und Trauerbegleitung
  • Gesprächsfähigkeit & Einfühlungsvermögen in trauernde Menschen, Angehörige, …
  • Praxis des christlichen Glaubens, Leben aus dem österlichen Glauben und Leben mit der Pfarrgemeinde
  • Teamfähigkeit: Kommunikation & Zusammenarbeit mit anderen beim Begräbnis Beteiligten
  • Genügend Zeitressourcen und Flexibilität (Begräbnisse kommen kurzfristig)
  • Mindestalter von 30 Jahren

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Leitfaden für die Pfarre


Begräbnisleitung durch kirchlich beauftragte Frauen und Männer
Auswahl Voraussetzungen

Allen Überlegungen und Ausführungen geht die Überzeugung voran: Die Notwendigkeit für Begräbnisleitung durch kirchlich beauftragte Frauen und Männer in der Pfarre/im Pfarrverband ist zu klären.
Erst wenn es darüber einen größtmöglichen Konsens im Pfarrteam/Seelsorgeteam sowie im PGR/Pfarrverbandsrat gibt, soll dieser Dienst in der Pfarre/im Pfarrverband eingeführt werden.
Nun kann nach Christen gesucht werden, die die Voraussetzungen und die Bereitschaft mitbringen diesen Dienst zu übernehmen.

Es erfordert einen intensiven Kommunikationsprozess über eine längere Zeit und ein mehrstufiges, durchdachtes Auswahlverfahren. Dies ist erforderlich, …
… weil große Verantwortung übernommen wird und viel Engagement von den Kandidatinnen und Kandidaten abverlangt wird.
… weil möglichst viele Menschen, Gruppen, Mitarbeiter und große Teile der Pfarrbevölkerung auf diesem Weg mitgenommen werden sollten.
… weil es ein anspruchsvoller Umdenk- und Lernprozess ist sich der Herausforderung zu stellen: Warum soll sich etwas ändern? Warum soll der Begräbnisdienst in Zukunft anders und auch von Laien übernommen werden?
… damit deutlich wird, dass es sich um die Übernahme eines kirchlichen Dienstes auf Zeit in einer bestimmten Pfarrgemeinde handelt.
… damit keine unnötig hohen Hürden gesetzt werden, sodass der Eindruck entsteht: Es ist von „normalen“, getauften Christen nicht machbar.

Mögliche Vorgangsweise
in der Pfarrgemeinde / im Pfarrverband
  • Im Pfarrteam/PGR-(Vorstand) ist zu klären, wer für die Suche und Auswahl zuständig ist -->> „Auswahl-Team“, das sich über die weitere Vorgangsweise verständigt und im vereinbarten Zeitraum regelmäßig zur Absprache trifft >>> Zeitstruktur: ab Februar
  • Personen vorschlagen und benennen, die für den Dienst in Frage kommen
  • Personenliste erstellen (mögliche Kandidatinnen und Kandidaten)
    • Begründungen (warum wollen/brauchen wir gerade die/den)
    • Dabei sollten viele mitreden können: Pfarrer, Pfarrteam, Pfarrgemeinderäte, Kreis der Vorbeter, Mesner, Sozialkreis, …
    • Der Blick sollte sehr weit gefasst werden, damit Frauen und Männer mit unterschiedlichen Zugängen und aus unterschiedlichen Milieus erreicht werden
    • Wichtig: transparente Vorgangsweise (wer, wann, wen, wie, warum)
  • Mit den aufgelisteten Personen erste Gespräche führen: Worum es geht und warum wir gerade an DICH gedacht haben. Dann weiter informieren: Anforderungsprofil, Motivation und Charisma, Ausbildungskurs, Qualifizierung und Eignungskriterien
  • Die Reaktionen der Kandidatinnen und Kandidaten werden sehr unterschiedlich ausfallen: Zeit geben, keinen Druck ausüben, genügend Bedenkzeit einräumen (Familie, Beruf, Motivation, …)
  • Wenn positive Resonanz spürbar, dann dranbleiben und ein weiteres Gespräch führen: offene, zu klärende Fragen
  • Wenn ein deutliches JA ausgesprochen wird: entgegennehmen, Entscheidung wird von Team getroffen werden
  • Im „Auswahl-Team“ (dem der zuständige Pfarrer angehört) wird über die Kandidaten, die ein JA gesagt haben, nochmals beraten (Anforderungen und Voraussetzungen) und die Entscheidung über die Zulassung und die Entsendung in die Ausbildung getroffen
  • Die Entscheidung wird den Kandidaten mitgeteilt
  • Es wird ihnen das Anmeldeformular übergeben (www.pastoraledienste.at): ausfüllen, unterschreiben und retournieren an die Pfarre >>> Übergang vom Kandidieren zum Gerufen-werden!
  • Die Pfarre schickt das Anmeldeformular an die Ausbildungsleitung (Referent für Liturgie in den Pastoralen Diensten)

 

Notwendige Schritte in der Diözese

(Ausbildungsleitung, Referent für Liturgie)

  • Vor Kursbeginn: Gespräche der Ausbildungsleitung mit den angemeldeten Personen/Kandidaten, bzw. am Informationstag für alle Teilnehmer (27. Juni 2020, im Hiphaus von 9 bis 17 Uhr)
    • Voraussetzungen, Motivation, pastorale Situation
    • Ausbildungsprogramm, Termine und Teilnahme, Praxis
    • offene Fragen
  • Entscheidung (Zusage bzw. Absage) durch Lehrgangsleitung in den Ausbildungskurs wird den Kandidaten und der Pfarre mitgeteilt
  • (optional) WÄHREND des Ausbildungskurses: „Zwischengespräch“ bzw. Votum der Kursleitung für Beauftragung in der Pfarre (es könnte sich herausstellen, dass jemand nicht geeignet ist, weil er/sie das selbst erkennt oder dass die Lehrgangsleitung die Eignung in Frage stellt oder Bedenken bzw. Nichteignung ausspricht)

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Motive zur Begräbnisleitung durch kirchlich beauftragte Frauen und Männer

Veränderungen in der Gesellschaft

  • Verschiedene Bestattungsformen; kein Riten-Monopol der Kirche
  • Verschiedene (individuelle) Wünsche von Angehörigen an die Bestattung
  • Tod und Trauer als „boomender Markt“ mit verschiedenen Anbietern

Veränderungen in der Kirche

  • Strukturen und persönliche Erfahrungen von Pfarrgemeinden und Pfarrverbänden
  • Pfarrleben im Wandel
  • Anzahl der hauptamtlichen Mitarbeiter in der Pastoral nimmt ab
  • Verbindung von Begräbnis und Eucharistiefeier: zeitlich getrennt möglich

Erwartungen und Interessen der Angehörigen

  • Individuelle, persönliche Gestaltung des Begräbnisses
  • Hilfestellung und Begleitung durch kompetente Personen
  • Glaubwürdige und verständliche Sprache (Zeichen, Symbole, Ansprache, …)

Aufgabe und Dienst der Kirche

  • Zeugnis der christlichen Hoffnung auf die Auferstehung
  • Gebet für die Verstorbenen
  • Verkündigung (Zeugnis) der biblischen Frohbotschaft, die allen Menschen gilt
  • Begleitung und Beistand der Trauernden (Angehörige, Freunde, Bekannte …) 
  • Dies geschieht in der kirchlichen Liturgie und weit darüber hinaus. Das braucht Zeit und Nähe
Bedenkenswert:

„Jede kirchliche Begräbnisfeier ist nicht nur die Feier der Familie oder der Freunde und Angehörigen des Verstorbenen, sondern eine Feier der Kirche, die in der konkreten kirchlichen Gemeinschaft (…) ihren erfahrbaren Ausdruck findet.“ (Nr. 69)

„Ordentlicher Leiter der Begräbnisliturgie sind der Bischof, der Priester und – mit Ausnahme der Messfeier – der Diakon. Bei pastoraler Notwendigkeit kann der Diözesanbischof auch Laien als außerordentliche Leiter der Begräbnisfeier beauftragen.“ (Nr. 70)

„Es ist Aufgabe des Leiters, für die Vorbereitung der gottesdienstlichen Feier zu sorgen, insbesondere für die Verkündigung des Wortes Gottes. Dabei soll er den Verstorbenen und die besonderen Umstände seines Todes vor Augen haben. Er soll aber auch den Angehörigen helfen, ihr Leid und ihre Trauer in der Kraft des christlichen Glaubens zu tragen.“ (Nr. 71)
Vgl. Pastorale Einführung, in: Die kirchliche Begräbnisfeier. MANUALE; hg. im Auftrag der Dt. Bischofskonferenz, der Österreichischen Bischofskonferenz u.a., Trier 2012, Seite 24.

Vielmehr muss ein Bewusstsein dafür entstehen, dass der Begräbnisdienst durch ehrenamtliche Laien eine Kernaufgabe jeder christlichen Gemeinde zum Ausdruck bringt: sich um die Verstorbenen und Trauernden zu kümmern. Nur in Gemeinden, wo dies auch verstanden und vermittelt wird, kann der Begräbnisdienst durch Ehrenamtliche zu einer wirklichen Bereicherung werden; nur dort kann Akzeptanz entstehen und Wertschätzung wachsen.
Zitat von Manuel Uder in der Zeitschrift Gottesdienst 9/2019, Seite 98

Denn es geht um einen viel tiefergreifenden Paradigmenwechsel als „nur“ um die Frage, wer kompetent Beerdigungen leiten kann. Es geht um eine Erinnerung und Bewusstwerdung: Wir leben als Christen in örtlichen Gemeinden und Beziehungsnetzen, und gerade in ihnen gibt es eine gemeinsame Verantwortung für das Zeugnis der Barmherzigkeit, für die Praxis der Verkündigung, der Liturgie und des Dienstes an den Bedürftigen.“
aus: Ehrenamtliche Begräbnisleiter als Osterzeugen in den Gemeinden; hg. von Kuno Kohn / Michael Wüstenberg, Echter-Verlag 2016, Seite 121

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für kirchlich bestellte Frauen und Männer in der Begräbnisleitung 

Begräbnisleitung durch kirchlich beauftragte Frauen und Männer