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Vom Zauber des Anfangs
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8:30, Samstag, 09. März 2019
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PASTORALBRIEF MAI 2018

Kirche ist attraktiv, schön, charmant, herzlich … Im Pastorlbrief vom Mai 2018 zeichnen die Pastoralen Dienste dieses Bild und entdecken darin einen besonderen Auftrag, so wie ihn Papst Franziskus formuliert: "Kirche muss attrativ sein. Weckt die Welt auf! Seid Zeugen eines anderen Handelns!" Parallel zum Pastoralbrief gibt es auch Veranstaltungshinweise, Einladungen und pastorale Materialien, die auf der Website pfarrservice.dsp.at für alle eingesehen und bestellt werden können.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge!

Ist die Kirche attraktiv?
Diese Frage lässt mich seit Wochen nicht mehr los.
Wir leben in einer Zeit eines großen Wandels. Religion ist kein Schicksal mehr, das von Elternhaus und Gesellschaft bestimmt wird. Die Zugehörigkeit zur Kirche wird kritisch reflektiert und daher ist ihre Attraktivität von ganz entscheidender Bedeutung.
Bei einer Begegnung mit den Generaloberen der Männerorden hat Papst Franziskus schon 2014 dazu Folgendes gesagt:


„Kirche muss attraktiv sein.
Weckt die Welt auf.
Seid Zeugen eines anderen Handelns!“


Ich meine: Ja, die Kirche i s t attraktiv!
Sie ist von ihrem Wesen her anziehend.
Denn wenn Attraktivität in inspirierender Schönheit, leidenschaftlichem Charme und geistvollem Charakter ihren Ausdruck findet, dann ist das für unsere Kirche eine Chance und gleichzeitig eine Einladung.


Die Kirche ist schön
Das Tor der Kirche ist offen, ich trete ein und lasse die Schönheit des Raumes mit all seinen Kunstwerken und dem Blumenschmuck auf mich wirken. Mir kommt in den Sinn, wie schön Liturgie sein kann, wie sie in lebendigen Zeichen und einer lebensnahen Sprache von der Attraktivität der Beziehung zu Gott erzählt und wie wir dabei spüren können, wie sich die Kraft der heiligen Handlungen mit der Sehnsucht unserer Herzen verbindet.
Auch ein schönes Pfarrzentrum oder ein einladender Begegnungsraum im Pfarrhof sind atmosphärische Botschaften von Freude und Offenheit und eine Motivation, sich in diesem Umfeld für die Pfarre zu engagieren.


Die Kirche ist voller Charme
... weil in ihr Menschen leben und arbeiten, die ein gnadenvolles Charisma ausstrahlen.
Wie charmant kann Kirche sein, wenn es eine Kultur der Wertschätzung und der Anerkennung gibt, in der Christinnen und Christen ihr Charisma entdecken und entfalten können. In einer Kultur des Willkommens trauen sich auch verletzte, gekränkte oder ausgegrenzte Menschen wieder vertrauensvoll über die Schwelle der Pfarre und der Kirche zu treten.

Kirche ist geistvoll und hat Leidenschaft
Wie erfüllend ist es,
... wenn mir in einer Bibelrunde Menschen erzählen, wie gut ihnen der Glaube tut;
... wenn Menschen kundig sind in den Schätzen der Bibel und wenn sie die Zeichen der Zeit entdecken und sich trauen, diese in einer geisterfüllten Haltung zu deuten.

Kirche ist attraktiv, wenn sie Charakter zeigt…
... und wenn sie Ecken und Kanten hat, besonders beim Einsatz für Benachteiligte, Ausgegrenzte und Arme.
... wenn sie echt und ehrlich ist im Denken, Reden und Tun, authentisch und glaubwürdig in ihrem Zeugnis.
... wenn sie Humor hat und mit Gelassenheit und Freude auf Menschen, andere Religionen und Herausforderungen zugeht.

Das attraktivste und wichtigste Werkzeug der Kirche ist die Begegnung.
Menschen, die Jesus begegnet sind, gingen verändert, verwandelt und erneuert ins Leben.
Die Pastoralkonstitution des 2. Vatikanischen Konzils beschreibt dies mit den Sätzen:
„Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi.“
Genau das können wir Tag für Tag erleben:
In den täglichen Begegnungen dürfen wir die Freuden und Hoffnungen, aber auch die Trauer und die Ängste der Menschen wahrnehmen und teilen. Durch diese Begegnungen bekommt die Kirche ein attraktives, ein anziehendes, ja ein schönes Gesicht. Ein Gesicht, das die menschgewordene Liebe Gottes widerspiegelt.

Kardinal König hat das mit folgenden Worten ausgedrückt:
Die Kirche Christi sei eine einladende Kirche,
eine Kirche der offenen Türen,
eine wärmende, mütterliche Kirche,
eine Kirche des Verstehens und Mitfühlens,
des Mitdenkens, des Mitfreuens und Mitleidens.


Ich wünsche uns in dieser pfingstlichen Zeit viele geisterfüllte Begegnungen, die von einer sympathischen, frohen und attraktiven Kirche Zeugnis geben!

Hans Wimmer - Direktor der Pastoralen Dienste

Gerhard Reitzinger - Geistlicher Leiter der Pastoralen Dienste