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    PGR-T(D)ankstelle

    Samstag, 22. März 2014 - 9:15 bis 16:00

    Dieser Tag will für uns da sein, uns Ideen und Impulse geben, vor allem auch Mut machen und Anstoß geben, Neues zu wagen, ohne Altes, Bewährtes gering zu erachten.

    Anmeldung bis 14. März 2014:
    Bildungshaus Stift Zwettl, 3910 Zwettl
    Tel.: 02822/20202-25 bzw. -26
    mail: bildungshaus@stift-zwettl.at

    Bischofsvikar Franz Schrittwieser in Purgstall beigesetzt

    Zahllose Trauernde beim Begräbnis des NÖN-Herausgebers in Purgstall
     
    Mit Bischofsvikar Franz Schrittwieser (76) verliert die Diözese St. Pölten eine der zentralsten Persönlichkeiten. Am Dienstag 17. Jänner 2017 wurde er in seinem geliebten Heimatort Purgstall unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beerdigt, die Begräbnisfeierlichkeiten leitete Weihbischof Anton Leichtfried. Weihbischof Leichtfried sagte über den NÖN-Herausgeber: „Es ist unglaublich, wie viele Menschen er kannte und begleitete.“ Viele in der Diözese sagen, er habe die meisten Menschen überhaupt in der Kirche in Niederösterreich gekannt. Schrittwiesers Lebensmotto sei gewesen: "Freude am Leben, Freude am Glauben und Freude an der Kirche."

    6. Tag: Verantwortung

    Beitrag von Maria Gratzer-Hagen PDF

    Beitrag von Katholischen Jugend PDF

    Meditation: (M. Gratzer-Hagen)

    Jedes Handeln Menschen hat bestimmte Folgen.
    Jedes Handeln hat Auswirkung auf Geschichte, Umwelt, und Mitmenschen.
    Jedes Handeln trägt Verantwortung mit sich.
    Ein Stück weit trägt jeder und jede Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt.
    Verantwortung für die Schöpfung, Verantwortung für die Erde, auf der ich lebe, ist von Gott gegeben.
    Im ersten Testament heißt es im Schöpfungsbericht: „Gott, der HERR, nahm den Menschen und gab ihm seinen Wohnsitz im Garten von Eden, damit er ihn bearbeite und hüte.“ (Gen1, 15)
    Gott hat mich in seiner Schöpfung als sein Ebenbild geschaffen. Er will mir auf Augenhöhe begegnen und mit mir in Beziehung treten. In der Schöpfung schenkt Gott mir Würde und Freiheit und überträgt mir gleichzeitig Verantwortung für mein Handeln. Aus der Gabe des Lebens resultiert die Aufgabe.
    Als Christin sehe ich den Auftrag Gottes darin, mich für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Als Christin bin ich beauftragt in den allen Bereichen des Lebens Verantwortung zu übernehmen.
    Verantwortung - als Elternteil für die Kinder - als Leiter oder Leiterin eines Betriebs für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen - als Lehrer oder Lehrerin für die Schüler und Schülerinnen - als Arzt oder Ärztin für die Patienten und Patientinnen Verantwortung füreinander.
    Gottes Schöpfung ist nicht abgeschlossen Gottes Schöpfung ist ein Prozess, der immer noch im Gange ist, Gottes Schöpfung ist allen geschenkt, ich darf mitwirken und bin mitverantwortlich.
    Als Christin sehe ich darin die Aufforderung, mein tägliches Leben danach auszurichten. Zum Beispiel:

    • Mein Verhalten gegenüber den Mitmenschen
    •  Jetzt in der Zeit der Pandemie die Maßnahmen einhalten, um so das Leben anderer und das eigene zu schützen
    • Unterstützung Bedürftiger und Ausgegrenzter
    • nachhaltiger Lebensstil
    • bewusst regional und saisonal einkaufen
    • durch den Kauf fair gehandelter Produkte Menschen in den Ländern des Südens fördern
    • mit den Ressourcen der Erde schonend umgehen
    • sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen.

    Verantwortung tragen heißt unseren Planeten Erde, die Umwelt als Geschenk Gottes zu betrachten, mit anderen Menschen in Beziehung treten und sorgsam miteinander umzugehen, die Not und das Leiden anderer zu erkennen und sich für strukturelle Veränderung ein zusetzten. Mein christlicher Auftrag ist es, mir der Verantwortung, die uns von Gott gegeben ist, bewusst zu werden.
    Wie wird es sein, wenn jeder und jede persönlich angesprochen seinen oder ihren Auftrag erkennt und erfüllt?

    Meditation: (Katholische Jugend)

    „Du bist schuld, dass es mir nicht gut geht. Ich habe einen Sündenbock gefunden, dem ich die Schuld und vielleicht mein eigenes Fehlverhalten zuschieben kann.“ So oder so ähnlich denken sicherlich viele von uns. Tagtäglich schlüpfen wir in die Opferrolle und jammern – meist auf sehr hohem Niveau. Vor lauter Selbstmitleid und Jammern sehen wir oft gar nicht mehr, was wir alles haben und wie gut es uns geht.

    Jesus hat die eingangserwähnten Sätze nie ausgesprochen, obwohl er durchaus jeglichen Grund dazu gehabt hätte. So wie er damals hat auch heute jede*r ein Päckchen zu tragen. Es kommt auf einen selbst drauf an, wie man damit umgeht. Jede*r kann hier und jetzt entscheiden, was aus dem geschenkten Leben entstehen soll, in welche Richtung es gehen soll. Jeden Tag können wir Ja und Nein zu Menschen, Bindungen, Entscheidungen usw. sagen. Es ist die Entscheidung eines jeden Menschen mit welchen Informationen er oder sie sich füttern lässt – mit positiven oder negativen Nachrichten.

    Wir suchen ständig Ausreden, doch diese helfen uns auf Dauer nicht. Schlussendlich will sich doch jede*r von uns entwickeln und das schaffen wir nur, wenn wir (Eigen)Verantwortung übernehmen - Verantwortung für unsere Umwelt, für die Mitmenschen, für ein besseres Miteinander.

    Am Ende des Tages sind wir für all das und noch mehr verantwortlich, nämlich für unser Leben. Gott hat es uns geschenkt und er wünscht sich, dass wir das Beste daraus machen ohne sich selbst dauernd in den Vordergrund zu stellen. Natürlich geht Verantwortung oft einher mit Macht, doch dies kann zu vielen positiven Erlebnissen genutzt werden. Verantwortung für jemanden oder etwas zu haben gibt uns die Möglichkeit, das Gegenüber und sich selbst entwickeln und wachsen zu lassen.

    Nur wer Verantwortung übernimmt, kann diese Welt so mitgestalten wie man es sich vorstellt. Überlässt man die wichtigen Entscheidungen anderen, können die Folgen oft drastische Auswirkungen haben. „Verantwortung zu übernehmen heißt, dort Antworten zu haben, wo andere oft aus Unwissenheit oder Feigheit schweigen.“ Diese Aussage von Stefan Wittlin passt sehr gut in die heutige Zeit. Leider stehen oft jene Menschen in der ersten Reihe die laut schreien und meinen sie handeln im Namen aller, ohne jedoch gefragt zu haben. Wir sollten unsere Träume und unser Leben aktiv angehen und nicht warten, bis jemand für uns Verantwortung übernimmt, denn niemand kennt uns besser als wir selbst. Möge dieses Gebet uns immer wieder erneut die Kraft geben, um diese Aufgabe zu meistern:

    Lieber Gott, du Herr der Welt! Stärke alle ehrlichen Bemühungen in Politik und Wirtschaft, in Gesellschaft und Kirche, zu einem gerechteren und liebevollen Miteinander beizutragen. Lass auch mich selbst meinen Teil dazu beitragen und nicht nur anderen ihre Verantwortung vorhalten. Wo ich kann, lass mich die Stimme Jesu hören und eintreten für die, die keine Stimme haben, um ihre Rechte einzufordern: Alte und Kinder, Arbeitslose und Überarbeitete, Kranke und Sterbende. AMEN.

    Impuls für mein persönliches Leben: (M. Gratzer-Hagen)
    • Ich bin dankbar für das Geschenk des Lebens. Gott hat mir das Vertrauen geschenkt, dass ich verantwortungsvoll mein Leben gestalte, und dadurch für andere Menschen da sein kann und mich für die Erhaltung der Umwelt einsetzen darf.
    •  Ich bitte um Vergebung und Versöhnung dafür, dass ich bewusst Entscheidungen treffe, die anderen Menschen und schaden oder die Ressourcen der Erde vernichten.
    Impuls für mein persönliches Leben: (Katholische Jugend)

    Der Geist Gottes verbindet alle Menschen ob jung oder alt, alle Geschöpfe und alles Leben auf dieser Erde und des gesamten Universums. Alles steht in Beziehung wie eine große Familie oder ein großer Organismus. Wird nach kurzsichtigem und egoistischem Nützlichkeitsprinzip gelebt, geht der Blick für das Ganze verloren. Doch nichts in der Schöpfung Gottes lebt isoliert und für sich allein.

    Wir sind dankbar wo der Heilige Geist uns in Beziehungen wachsen und reifen lässt und uns in unserer Verantwortung für ein gutes Mit- und Füreinander gelingt und mit tiefem Glück erfüllt.

    Wir bitten um Vergebung wo wir auf unsere Verantwortung in unserem Denken und Handeln vergessen, wo wir blind sind für die Einsamen, Trauernden, Suchenden, Zukunftsängstlichen, Alten, Jungen, Kranken, Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Orientierungslosen, Enttäuschten, Gedemütigten, Verletzten, Menschen die kaum Liebe erfahren haben …

    Wir bitten um Versöhnung wo wir nur mehr um uns selbst kreisen und es in uns an Achtsamkeit und Fürsorge fehlt, in der Verantwortung für die gesamte Schöpfung Gottes.

    Impulse für die Gemeinschaft: (M. Gratzer-Hagen)
    • Wir sind dankbar für die Vielfalt des Lebens, für die Schönheit der Natur und dafür, dass wir in einem friedlichen Land ohne Krieg und Hungersnot leben dürfen.
    • Wir bitten um Vergebung, dass wir den Mut nicht aufbringen uns der Verantwortung zu stellen und manche Chance nicht nutzen, strukturelle Veränderungen in Gang zu bringen.
    Impulse für die Gemeinschaft: (Katholische Jugend)
    • Ich bin dankbar dafür, dass mir Vertrauen in Entscheidungen entgegengebracht wird. Ich darf darauf vertrauen, dass meine Meinung gehört und ernst genommen wird.
    • Ich bitte um Vergebung und Versöhnung bei und mit den Menschen, bei denen ich meine Verantwortung anders eingeschätzt und nicht richtig wahrgenommen habe. Ich darf darauf vertrauen, dass auch hier eine Umkehr möglich ist und es wieder besser werden kann.
    Fürbitten: (M. Gratzer-Hagen)
    • Heilige Geistkraft, ich bitte dich um Mut, dafür einzutreten, was ich tief in meinem Herzen für wichtig halte. Gib mir Mut, in die Verantwortung zu gehen.
    • Heilige Geistkraft, ich bitte dich, für alle Menschen in den Ländern des Südens, dass Menschen ihre Not erkennen, und es wagen sich für Veränderung der Strukturen einsetzten.
    • Heilige Geistkraft, ich bitte dich für alle Menschen, die an Corona erkrankt sind oder einen Menschen durch die Krankheit verloren haben. Schenke ihnen Menschen, die sie in der Zeit der Trauer unterstützen und ein Stück des Weges mit ihnen gehen
    Fürbitten: (Katholische Jugend)
    • Komm herab, o Heiliger Geist störe mit deinem Feuer all unsere trägen Denkmuster, leblosen Gewohnheiten und unsere Selbstgenügsamkeit, die uns daran hindern sich unserer Verantwortung zu stellen und das Evangelium mit unserem Leben sichtbar und spürbar zu machen.
    • Guter Gott, wir alle tragen Verantwortung in unserem Leben für so viele verschiedene Bereiche. Stärke uns in unserem Tun und mach uns hellhörig für die Sorgen anderer. Dass wir auf dich vertrauen und ihnen allzeit ein offenes Ohr anbieten.
    • Heiliger Geist, stärke uns selbst, wenn wir mutlos sind und es nicht wagen, für das einzutreten, was wir tief in unserem Herzen für richtig halten. Herr, gib uns den Mut, in die Verantwortung zu gehen.